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Sonntag, 2. April,
11.00 – 13.00 Uhr
abgespielt – Anpfiff, Abseits und Elfmeter In zweimal 45 Minuten dreht sich alles um das Thema Fußball. Sabine Mähne und Friederike Ribbe trainieren gemeinsam mit Kindern ab 6 Jahren samt Eltern literarische Kopfbälle, Volleyschüsse und Fallrückzieher. Eintritt frei
Sonntag, 2. April, 18.00 Uhr
An jedem ersten Sonntag im Monat stellt das Erste Autorentheater Berlin ein noch nicht uraufgeführtes Stück vor. Autor, Schauspieler, Regie, Dramaturgie erarbeiten gemeinsam eine Lesung, die mit einem Publikumsgespräch in Anwesenheit des Autors abgeschlossen wird. Eine Auswahl der vorgestellten Stücke wird zur Uraufführung kommen. Das Erste Autorentheater Berlin setzt sich zum Ziel, eine Börse, ein Forum für bekannte und unbekannte Theaterautoren zu sein, und wird ausschließlich Uraufführungen produzieren. Volker Lüdecke: Der Afrika Kinematograph Ein Domizil am Bodensee, das zwei Filmstudenten zur Vorbereitung
auf ihre Abschlußfilme zur Verfügung gestellt wurde, wird zum
Schauplatz der Eskalation eines Konfliktes zwischen der Besitzerin des
Hauses und ihrem angeblichen Bruder. Beim Ringen um ihre Drehbücher
werden die Studenten von einer überbordenden Realität in Form
von sich aufdrängenden Personen gestört, die ihre Arbeit empfindlich
stören. Eintritt frei
Dienstag, 4. April,
20.00 Uhr
Alle Begriffe der wissenschaftlichen Literatur: »Gesetz«, »Notwendigkeit«, »Ordnung«, »Tendenz« und so weiter sind im Grunde ohne intellektuelle Strenge gebildet, denn sie setzen einen inneren Zusammenhang voraus, eine Synthese, über die wir gar nicht verfügen. Die einzigen Wörter, die mich als Beschreibungen der Naturvorgänge je befriedigt haben, sind jene, die in den Märchenbüchern angewandt werden - »Zauber«, »Bann«, »Verwunschenheit«. G.
K. Chesterton
Donnerstag, 6. April, 20.00 Uhr Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf das Nichts des Neuen. Samuel
Beckett: Murphy In Zusammenarbeit mit ARTE, dem Medienpartner von literaturhaeuser.net, zeigen wir die Dokumentation am Vorabend der Ausstrahlung auf ARTE (Ausstrahlung am Freitag, 7. April, um 22.20 Uhr und im SÜDWEST Fernsehen am 13. April, 22.35 Uhr, sowie am 14. April um 22.40 Uhr). Eintritt frei
Freitag, 7. April,
20.00 Uhr
Richard Wagner: Der deutsche Horizont. Vom Schicksal eines guten Landes Es ist, als schlügen die Deutschen in allen Fragen immer noch die Hermannschlacht. Man geht nicht auf Entwicklungen ein, man stemmt sich gegen sie, wie gegen das Ende der Geschichte. Man weiß es, und man jammert, gegen den Neoliberalismus, gegen die Globalisierung. Aber im Namen von was? Wir beziehen uns nicht auf die Nation, schon längst nicht auf das nationale Interesse, wir berufen uns aber auf eine Nationalideologie. Diese ist friedfertig, ökologisch und besserwisserisch. Richard
Wagner
Dienstag, 11. April, 20.00 Uhr Der Psychoanalytiker ist ein Händler in symbolischen Waren, er zieht Wechsel auf das Unbewußte und handelt mit Dingen der Lust, die nicht den Gesetzen der kapitalistischen Logik unterstehen, sondern nach dem Verausgabungsprinzip, dem Potlatschprinzip alter Südseevölker, wenn man so will, funktionieren: Geben bis zum Ruin seiner selbst, bis Besitzdenken und Habenwollen durchkreuzt sind und man, wie Hans im Glück, leichten Herzens den Weg aus der Kur ins Freie findet. Edith
Seifert
Freitag, 21. April,
20.00 Uhr Marilyn Monroe selbst hat augenscheinlich den Rahmen gesprengt, der ihr medial vorgegeben wurde. Sie war mehr als eine gute Schauspielerin, die perfekt posieren konnte, sie war eine der interessantesten Frauen, die jemals vor einer Filmkamera gestanden haben. Und immer noch versuchen wir zu begreifen, woran diese unglaublich weiche, offenherzige und zärtliche Frau nun eigentlich zu Grunde gegangen ist. Andreas
Jacke
Dienstag, 25. April, 20.00 Uhr Zum Wesen nationalsozialistischer Herrschaft gehörte das System des Terrors, das in der Regie der SS ganz Europa mit einem Netz von Konzentrationslagern überzog. Insgesamt existierten 24 Hauptlager mit ungefähr 1000 Außenlagern, in denen Menschen als Regimegegner, als religiöse und kulturelle Minderheit, als „Asoziale“, als Widerstandskämpfer, als „rassisch“ Unerwünschte verfolgt, gequält, als Arbeitssklaven ausgebeutet und vernichtet wurden. Wolfgang Benz, Professor für Geschichte an der TU Berlin und Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, und Barbara Distel, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, stellen zusammen mit Ernst Cramer (Häftling und Befreier: Beobachtungen im KZ Buchenwald) und Angelika Königseder (Die Allgegenwart der Barbarei: Konzentrationslager in Berlin) den dritten Band ihrer auf sieben Bände angelegten »Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager« (C.H. Beck) vor.
Donnerstag, 27.
April, 20.00 Uhr
In uns sind Mythen lebendig, die durch Vererbung an uns weitergegeben wurden und deren Realität jeder empirisch überprüfbaren Wirklichkeit überlegen ist. So trug ich in mir die Bilder einer Erzählung, die sich schärfer in mein Gedächtnis eingeschrieben hatten, als die Erinnerungen an etwas, das ich selbst erlebt hatte. Nicolaus
Sombart
Freitag, 28. April, 20.00 Uhr
Klar, Frauen dürfen mit ins Stadion und dürfen, wenn sie brav sind, auch mit vor dem Fernseher sitzen. Katholische Ämter und Fußball sollten aber in Händen, Köpfen und um die Füße der Männer bleiben (wie schön, wenn etwas Geschaffenes bleibt, wie’s war, und damit den Zustand des Natürlichen annimmt), hingegen möchten Frauen doch bitte allen Ehrgeiz darauf verwenden, endlich den Chefposten bei Daimler Benz zu ergattern. Sibylle
Lewitscharoff
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