›hier berlin literaturhaus‹ | H.C. Artmann, Nr 40
24 Mär  Dienstag
20:00 h Großer Saal

Ralf Bönt: Das kurze Leben des Ray Müller

 

Bönt 21301 hon.freiHeike Steinweg
Seit Stunden halten sie mich in diesem Raum fest, es sind vier Stunden oder mehr. Die Kamera registriert jede Bewegung eines Lides, ob ich mir ans Ohr oder an den Sack fasse oder in der Nase bohre. Alles wird analysiert werden. Wohin mein Blick geht und wie. Die können mit Kameras, die kein Schwein sieht, längst die Pupillen vermessen. Der Kommissar hat gesagt, ein Herr Danckwart würde kommen und mit mir reden. Ich hätte Glück, hat er gemeint, das sei ein guter Mann.

[Ralf Bönt]

 


Marko Kindler hat sein eigenes Kind entführt und dabei dessen Tod verursacht. Nun wartet er auf das Verhör durch den Polizeipsychologen, und Ralf Bönt beginnt, uns mit seinem Protagonisten und dessen Geschichte vertraut zu machen.

Ralf Bönt, 1963 in Lich geboren, Physiker mit Forschungsaufenthalt u.a. am Genfer CERN, veröffentlichte Erzählungen, Romane und zuletzt das vieldiskutierte Buch »Das entehrte Geschlecht. Ein notwendiges Manifest für den Mann« (2012) sowie den Roman »Die Entdeckung des Lichts« über den Physiker Michael Faraday (2008). Ralf Bönt liest aus dem soeben erschienenen Roman »Das kurze Leben des Ray Müller« (DVA).

Einführung und Gespräch: Gerrit Bartels

Eintritt: 5,- / 3,- €

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Der Kunstkritiker, Kunstvermittler und KunsthändlerJulius Meier-Graefe wurde vor 150 Jahren geboren – Anlass, diese Grenzgängerfigur in seiner deutschen Hauptwirkungsstätte, Berlin, zu würdigen.
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