›hier berlin literaturhaus‹ | H.C. Artmann, Nr 40
01 Dez  Dienstag
20:00 h Großer Saal

Witold Gombrowicz: Kronos – Intimes Tagebuch

 

Neben seinen oft skurril-ironischen Romanen und Theaterstücken ist der große polnische Autor Witold Gombrowicz hierzulande vor allem durch sein literarisches Tagebuch bekannt geworden. Darin führt er ein essayistisch ausschweifendes Gespräch mit sich selbst und dem Leser, verwandelt sein Leben und sein Denken in Literatur. Daneben aber führte er noch ein intimes Tagebuch, dem er den Namen »Kronos« gab. Es war ihm so wichtig, daß er seine Frau bat, es bei einem Brand als erstes zu retten. Nach langem Zögern hat sie »Kronos« (Hanser Verlag) erst jetzt zur Veröffentlichung freigegeben.

»Das intime Tagebuch verhält sich zum literarischen wie die Nacht zum Tag«, erklärt der Gombrowicz-Kenner und -Übersetzer Olaf Kühl, der auch mit eigenen Romanen in Erscheinung getreten ist. Er wird gemeinsam im Gespräch mit dem Kulturwissenschaftler Thomas Stölzel die beiden Seiten der schriftlichen Selbstkonfrontation Gombrowicz’ betrachten und dabei u.a. am Beispiel des beschriebenen Ichs der Frage nachgehen, inwieweit der Kern einer Person hinter ihren Lebensrollen überhaupt erkennbar ist.

Eintritt: 5,- / 3,- €

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Freitag, 9. Juni, 20 Uhr. Ausstellungseröffnung
Der Kunstkritiker, Kunstvermittler und KunsthändlerJulius Meier-Graefe wurde vor 150 Jahren geboren – Anlass, diese Grenzgängerfigur in seiner deutschen Hauptwirkungsstätte, Berlin, zu würdigen.
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