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Preisverleihung und Ausstellungseröffnung
Freitag, 1. Juli 2016, 20 Uhr
Anselm Glück erhält den Oskar Pastior Preis 2016. Ausstellungseröffnung:  WENN’S NUR SO WÄRE WIE ES IST BILDER VON ANSELM GLÜCK
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05 Feb  Freitag
20:00 h Großer Saal

Alexander Ilitschewski: Der Perser

 

IlitschewskicSV websiteIlija, ein russischer Geologe, der in Kalifornien lebt, gelangt auf einer Dienstreise zurück in seine Heimat: Im Auftrag eines internationalen Konzerns besucht er Baku und die Halbinsel Apscheron am Kaspischen Meer, schon seit über hundert Jahren Ölfördergebiet. Die ehemals sowjetischen Anlagen gehören heute amerikanischen und arabischen Firmen. Ilija, Erdölexperte, trifft hier seinen Schulfreund Chaschem wieder, einen Ornithologen, der im Naturschutzgebiet Schirwan an der iranischen Grenze eine Falkenkolonie bewacht. Der gebürtige Perser wirkt auch als Künstler, Heiler und tanzender Derwisch. Mit seismographischem Gespür entfaltet Alexander Ilitschewski eine Geopoetik des Kaspischen Raums: verlorener Garten Eden, historische Landschaft, in der einst die Weltreligionen zusammenfanden, heute eine in geopolitischer, sozialer und ökologischer Hinsicht höchst sensible Zone, deren Zukunft dem Westen bereits zu entgleiten beginnt.

Alexander Ilitschewski, 1970 in Sumgait/Aserbaidschan geboren, wuchs in Moskau auf und studierte dort Mathematik und Theoretische Physik. Nach Arbeitsaufenthalten in Israel und den USA kehrte er 1998 nach Russland zurück. Sein Roman »Matisse« erschien 2015 auf Deutsch (Matthes & Seitz). Seit 2013 lebt Alexander Ilitschewski in Jerusalem.

Der Übersetzer Andreas Tretner hat seine Übersetzung des Buchs in einem Blog kommentiert:
https://storify.com/suhrkamp/perser

 

Eintritt: 5,- / 3,- €