Zwischen den Fronten. Der Glasperlenspieler Hermann Hesse | Ausstellung 14.12.17-11.3.18

Sehen Sie hier die Videodokumentation der Tagung

 
Begrüßung: Ernest Wichner
Eröffnung: Herta Müller


Das Vergessen verlängert das Exil. Philosophische und theologische Aspekte verlorener Heimat
Vortrag von Micha Brumlik

Der Kampf der Abwesenden. Formen des Widerstands aus dem Exil
Vortrag von Jürgen Wertheimer

 
 

 


Notwendigkeit und Auftrag eines Exil-Museums
Einführung und Gesprächsleitung: Wilfried F. Schoeller
Mit Sylvia Asmus ("Künste im Exil" / Deutsches Exilarchiv 1933-1945 in der Deutschen Nationalbibliothek), Susanna Brogi (DLA Marbach), Jürgen Kaumkötter (Kurator des Zentrums für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen), Chana Schütz (Centrum Judaicum)

 

 


Konzepte für ein Exil-Museum
Einführung und Gesprächsleitung: Christoph Stölzl
Mit Christina von Braun (Kulturwissenschaftlerin)  

 

 



Ziel der Tagung war es, historische Dimensionen und persönliche Schicksale des Exils auszuloten, über die Grenzen der Erinnerungsarbeit in den bestehenden Institutionen und über die Möglichkeiten eines Museums des Exils nachzudenken.

Ende Februar 1933 kam Thomas Mann in die Schweiz. In Deutschland wurden sein Haus und sein Vermögen enteignet. Er blieb im Exil. Und wie ihn trieb die nationalsozialistische Diktatur Hunderttausende in die Fremde. Darunter bedeutende und kaum bekannte Künstler, Wissenschaftler und Architekten, Musiker, Unternehmer und Politiker wie Willy Brandt, der seinen Decknamen aus dem Exil mit in das Deutschland nach 1945 nahm.

In Deutschland gelten all diese aus ihrer Heimat ins Exil Vertriebenen noch immer nicht als Opfer des Nationalsozialismus. Für sie gibt es keinen Ort der Erinnerung, keine Gedenkstätte, kein Museum, das die bitteren Erfahrungen der Vertreibung dokumentiert und würdigt. Herta Müller appellierte 2011 an Angela Merkel, sich für die Errichtung eines Museums des Exils einzusetzen. Seither kann man das virtuelle Museum »Künste im Exil« online besuchen oder real das Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen. Aber noch fehlt ein zentraler Ort, der die erste Vertreibung aus Deutschland umfassend darstellt und die Verbindung zu den Flucht- und Vertreibungsbiografien der Gegenwart ermöglicht.

Mit Unterstützung von Boehringer Ingelheim

 

Presseberichte zur Tagung
 
Veranstaltungsflyer  Download [pdf]
Eintritt: frei

 

Aktuell

Der Walter-Serner-Preis geht in diesem Jahr an Sannah Jahncke für ihre Geschichte »Shining Times« .

Der Preis wird am 8. Dezember 2017, 20 Uhr, im Roten Salon der Volksbühne verliehen. Eintritt frei
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