Junges Literaturhaus

»Klasse sucht Autor:innen« – Das Lesungsevent für Jugendliche von Jugendlichen im Jungen Literaturhaus Berlin

Bewerben Sie sich jetzt!

Dicht(er) dran: Das ist das Motto des neuen JuLit-Projektes, in dem Berliner Klassen selbst als Literaturveranstalter:innen kreativ und tatkräftig werden! Und zwar ganz nach ihrem eigenen Geschmack. Denn hier bekommen die Jugendlichen die Chance, einmal selbst unseren Job zu übernehmen: Vom Bücher aussuchen über das aktive Einladen der Autor:innen bis hin zur Vorbereitung und Durchführung einer Lesung – technische Betreuung, Textauswahl, Publikumsansprache und ja, auch Moderation inklusive! Das Lesungshonorar und die professionelle Beratung bei allen Arbeitsschritten stellen wir, Genre, Thema und die Lesungszielgruppe bestimmen die Schüler:innen ganz allein – mit allen Chancen und Risiken, die man als Veranstalter:in dabei so trägt!   

Der Projektumfang kann individuell mit den Lehrkräften abgesprochen werden, ca. 3 – 4 Workshop-Termine sollten von Oktober an bis zur finalen Lesung Ende Januar 2023 einkalkuliert werden. 

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung mit einer kurzen Beschreibung Ihrer Klasse (Alter, Klassengröße) und einer Begründung, warum dieses Projekt für Ihre Schüler:innen interessant sein könnte, bis zum 31.8. an Stefanie Ericke-Keidtel, ericke@literaturhaus-berlin.de. Wir empfehlen das Projekt ab Klasse 8 aufwärts, die Teilnahme ist kostenlos.  

 

 

»Knallen muss es tüchtig und lustig will ich’s haben, sonst mach ich nicht mit.«
Karlsson aus »Der beste Karlsson der Welt«, Astrid Lindgren

Literatur ist nur etwas für Erwachsene? Ach wo! Mit dem Jungen Literaturhaus gibt es seit Anfang 2018 ein eigenes Programm im Literaturhaus Berlin, das sich ausdrücklich an Kinder und Jugendliche richtet. Dabei darf es leise zugehen, wenn zum Beispiel bei den »Gedankenfliegern Berlin« die Kleinsten die ganz großen philosophischen Fragen stellen, aber auch gern – und ganz im Sinne Karlssons! – knallen, wie etwa beim Poetry Slam mit Bas Böttcher und Wolf Hogekamp, bei Rap-Performances, oder beim wortwörtlichen Einreißen von Mauern – solchen aus Papier und solchen im Kopf!

Neben klassischen Buchpremieren, Bilderbuchkino, Diskussionen und interaktiven Workshops für Schüler:innen gibt es auch für Familien regelmäßige Angebote: Lesungen mit beliebten Autor:innen wie Kirsten Boie, bunte Harry Potter- oder Halloween-Nachmittage, und natürlich die »Erlesenen Sonntage« in Kooperation mit LesArt.

Und in den Zeiten, wo mehr Abstand geboten ist als sonst, bringen wir jungen Lesefans die Literatur im Netz und auf unserem Instagramkanal unter @jungesliteraturhausberlin näher.

»Wie muss ein gutes Kinderbuch sein? Wenn du mich fragst, so könnte ich dir nach reiflicher Überlegung nur antworten: Es muss gut sein.«
Kleines Zwiegespräch mit einem künftigen Kinderbuchautor. Astrid Lindgren in der Zeitschrift Barn & kultur (1970:6)

 

Preis der Jungen Literaturhäuser

Das Netzwerk der Literaturhäuser ehrt jetzt auch Kinder- und Jugendbuchautor:innen
Seit 20 Jahren schon verleiht das Netzwerk der Literaturhäuser den Preis der Literaturhäuser an eine Autorin, einen Autor, die/der sich in besonderer Weise um das Gelingen der Literaturveranstaltung verdient gemacht hat. Erstmals wird 2021 nun auch ein Preis der Jungen Literaturhäuser verliehen. Es sollen damit Autor:innen ausgezeichnet werden, die nicht nur herausragende Bücher für Kinder und Jugendliche geschaffen haben, sondern die in der lebendigen, interaktiven Begegnung mit ihrem Publikum stark sind, die Kinder und Jugendliche mit ihrer Sprache und ihren Auftritten erreichen, die vielleicht schon experimentiert haben mit digitalen Formaten und die durch ihre Lesungen das einlösen, wofür die Literaturhäuser stehen.
„Wer Bücher liebt, weiß, dass alles an ihnen interessant ist. Insbesondere an Kinder- und Jugendbüchern. Sie sind gleich nach den Wiegenliedern das Eintrittstor in eine Welt der Unbestechlichkeit, der ständigen Horizonterweiterung, des Trostes und der Widerständigkeit. Das Erleben von Veranstaltungen mit Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren gehört in jede Bildungsbiografie wie das Seepferdchen oder ein Stadionbesuch. Die Jungen Literaturhäuser aus dem Netzwerk der Literaturhäuser unterstreichen die Bedeutung dieser Kunst mit diesem gewichtigen Preis“, so Hauke Hückstädt, Sprecher des Vorstandes des Netzwerks.

Grundlage für die Auswahl der Preisträger:innen bilden die Vorschläge aller Jungen Literaturhäuser. Das Publikum konnte auf der Website des Netzwerks der Literaturhäuser abstimmen, am 23. April, dem Welttag des Buches, wurde die Gewinnerin Franziska Biermann bekannt gegeben. Das Preisgeld beträgt € 5.000, dazu kommen die Honorare für die sich an die Preisverleihung im Sommer anschließende Lese-Tour durch die Literaturhäuser.

Alle weiteren Informationen auf www.literaturhaus.net.
PRESSEKONTAKT:
Ursula Steffens (Geschäftsführung literaturhaus.net): Tel:+49 (0) 40 – 467 751 80; steffens@literaturhaus.net